Was ist der Unterschied zwischen Datenschutzhinweisen und einer Datenschutzerklärung?

Datenschutzhinweise und Datenschutzerklärung

Seit dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018 werden in alle Medien Beiträge mit dieser speziellen Thematik erstellt und veröffentlicht. Häufig werden in diesem Zusammenhang die Begrifflichkeiten verwechselt und dadurch entstehen Missverständnisse. Wir haben Anfragen von Mandanten, die im Internet nicht aktiv sind und fragen, ob sie denn deswegen keine Datenschutzerklärung bräuchten. Andere Mandanten, die über eine Internetpräsenz verfügen, fragen uns, ob sie neben der Datenschutzerklärung auf ihrer Homepage Datenschutzhinweise benötigen

Abgrenzung zwischen Datenschutzhinweisen und Datenschutzerklärung

Die Antwort auf die Frage, was in welche Situation gebraucht wird, liefert der Art. 13 DSGVO. Dort werden die Informationspflichten geregelt.

Art. 13 DSGVO Informationspflicht bei Erhebung von personenbezogenen Daten bei der betroffenen Person

 Werden personenbezogene Daten bei der betroffenen Person erhoben, so teilt der Verantwortliche der betroffenen Person zum Zeitpunkt der Erhebung dieser Daten Folgendes mit…“

 Entscheidend ist hier der Wortlaut zum Zeitpunkt der Erhebung dieser Daten. D.h. konkret für jeden, der personenbezogene Daten verarbeitet, dass er zum Zeitpunkt der Erhebung der Daten informieren muss!

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Datenschutzerklärung

Habe ich nun eine Internetpräsenz, die rein informativ ist und beispielsweise ohne Kontaktformular oder andere „Tools“ auskommt, dann werden bei Besuch dieser Internetpräsenz Daten erhoben. Es wird zumindest die IP-Adresse verarbeitet. Ich muss also zu diesem Zeitpunkt darüber informieren. Praktischerweise hat sich durchgesetzt, dass ich eben deswegen eine „Datenschutzerklärung“ auf der Internetseite habe. Die Wortwahl „Datenschutzerklärung“ ist nicht nach der DSGVO vorgegeben. Es gilt aber der Grundsatz, dass der Verantwortliche leicht und in verständlicher Form und transparent informieren muss. Mit dem Begriff „Datenschutzerklärung“ kann jeder etwas anfangen und diese genügt den Anforderungen der DSGVO an eine leichte und verständliche Sprache.

Datenschutzhinweise

Was sind denn dann Datenschutzhinweise? Als Kanzlei haben wir Mandanten, die persönlich unsere Kanzlei aufsuchen. Wenn Sie uns dann beispielsweise Namen, Anschrift oder andere persönliche Daten offenlegen, dann verarbeiteten wir in diesem Moment personenbezogene Daten. Nach Art. 13 DSGVO muss dann zum Zeitpunkt der Erhebung dieser Daten, den Informationspflichten genüget werden. Aus diesem Grund haben wir Datenschutzhinweise erstellt, die dem Mandanten überreicht werden. Dort steht beispielsweise für welche Zwecke seine Daten verarbeitet und wie lange sie beispielsweise gespeichert werden. Schreiben wir jemand beispielsweise per E-Mail an, so könnten wir ihm dieses Formular im Anhang zur Verfügung stellen. Es besteht aber die einfachere und praktischere Möglichkeit, der sogenannten „Linklösung“. Dabei können mit einem sogenannten Deep-Link eben diese „Datenschutzhinweise“ angeklickt werden und zur Kenntnis genommen werden. Bei diesem Link handelt es sich um einen solchen, der bei Besuch der Internetpräsenz nicht auffindbar ist. Er kann nur dann zur Kenntnis genommen werden, wenn man auf den Link klickt. Diesen haben wir beispielsweise in unserer Emailsignatur. Auf der Homepage hingegen muss er nicht auftauchen, da dort ja Datenschutzerklärung ist.

Wenn Sie Fragen rund um diese Thematik haben, freuen wir uns  über Ihren Anruf unter 069 405 64 282 oder per E-Mail unter info@tklegal.de

Bei weitergehendem Interesse an Datenschutzthemen besuchen Sie unseren Blog unter  https://www.rechtsanwalt-dsgvo.de/blog/ und

https://www.rechtsanwalt-dsgvo.de/ 

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