Abmahnung der ddp media GmbH durch die Kanzlei KSP!

ddp media GmbH Hamburg

Ein Mandant von uns, legte uns eine Abmahnung der ddp media GmbH durch die KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Hamburg vor. Es geht um Urheberrecht. Unserem Mandanten wird durch die ddp media GmbH vorgeworfen, ein Bild widerrechtlich seit 2015 zu nutzen. Es wird dann „sage und schreibe“ 2127,58 EUR Schadensersatz gefordert. Ist das begründet? Bekannt sind uns die Fälle für die dpa. Siehe unseren Blogartikel.

Recht am Bild von ddp media

Zunächst stellt sich natürlich die Frage der Urheberschaft der ddp media GmbH. Wer ist Urheber des Bildes? Das wird aus dem Schreiben bzw. Abmahnung der Kanzlei KSP für die ddp media GmbH nicht klar. Es wird lapidar behauptet, dass die ddp media GmbH die ausschließlichen Nutzungsrechte an dem Bild innehat. Stimmt das aber? Eine Überprüfung ist nicht möglich und dass säht Zweifel an der Begründetheit des Anspruches.

Höhe des Schadensersatzanspruches

Es wird dann von KSP für die ddp media GmbH ein Schadensersatz von 1395,00 EUR gefordert. Für ein Bild recht ordentlich, möchte man behaupten. Als Grundlage wird die Tabelle Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing herangezogen. Das ist eine Tabelle in der durch die Mittelstandsgemeinschaft jährlich die aktuellen Honorare für Fotonutzungen in Deutschland ermittelt werden und diese unter dem Titel Bildhonorare als Broschüre herausgegeben werden. Diese Tabelle ist für die Bemessung eines Schadens im Urheberrecht beliebt. Allerdings soll sie dann genutzt werden, wenn keine eigene Lizenzpraxis besteht. Was heiß das für Nichtjuristen? Wenn eine Agentur, wie die ddp media GmbH Hamburg Bilder lizensiert bzw. verkauft, dann hat sie für jedes Bild einen Preis. Sie muss also als Schaden diesen Preis nehmen. Sie kann sich dann nicht auf die MFM-Tabelle von oben beziehen. So zumindest unsere Auffassung.

Keine Unterlassung gefordert!

Eine Unterlassung wird hingegen nicht gefordert. Es geht also dem vermeintlichen Rechtinhaber nicht darum, dass die Rechtsverletzung in Zukunft unterlassen wird, sondern um Schadensersatz. Also keine klassische Abmahnung Hier bleibt abzuwarten, ob dieses Vorgehen nicht als rechtsmissbräuchlich eingestuft werden kann.

Reaktion

Unser Mandant fragte uns, wie er glimpflich davonkommt. Um ein Missverständnis vorzubeugen: Wenn ein Bild, dessen Verwertungsrechte man nicht hat, für eigene Zwecke genutzt wird, dann liegt ein Urheberrechtsverstoß vor. Gelingt es dem Urheber oder dem Rechteinhaber da zu beweisen, dann liegt auch ein -regelmäßig- ein Schadensersatzanspruch vor. Die Verteidigung ist in der Regel darauf ausgelegt, den Schaden zu begrenzen.

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Rechtsanwalt Urheberrecht

Wenn Sie auch Fragen zum Thema Urheberrecht haben, dann können Sie uns telefonisch unter 069 405 64 282 telefonisch erreichen oder per E-Mail an info@tklegal.de. Sofern Sie eine Abmahnung erhalten haben, dann schicken Sie uns diese zu, damit wir eine erste Prüfung vornehmen können.

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Beitragsbild: Luca Bravo

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