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Bilderklau im Internet und Abmahnungen.

Rechtsanwalt Urhebrrecht in Frankfurt

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Bilderklau

Wenn ich meine eigene Homepage erstelle oder Beiträge in den sozialen Medien veröffentliche, dann nutze ich häufig Bilder. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, so ein chinesisches Sprichwort. Da aber die wenigsten von uns Fotografen sind, wird meist bei Google nach einem passenden Bild gesucht und dieses heruntergeladen. Sobald man dieses Bild dann auf seiner Homepage einbindet oder in den sozialen Medien „postet“, hat man eine Urheberrechtsverletzung begangen.

Folgen von Urheberrechtsverletzungen

Was passiert in einem solchen Fall? Meist stellt man sich diese Frage erst, wenn der Fotograf oder eine Gesellschaft, welche die Verwertungsrechte innehat, mittels einer Anwaltskanzlei Post versendet. Grundsätzlich sind Urheberrechtsverletzungen keine Kavaliersdelikte und bergen ein enormes Kostenrisiko. Sie sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn ein Verstoß bejaht wird, dann droht Schadensersatz.

Welche Bilder sind geschützt?

Grundsätzlich gilt, dass Werke geschützt sind, die über eine gewisse Schöpfungshöhe verfügen. Man unterscheidet zwischen Lichtbildern und Lichtbildwerke, wobei bei letzteren eine gewisse Originalität und Professionalität vorhanden sein muss. Hier ist aber stets das einzelne Bild zu prüfen. Dazu besteht eine umfassende Rechtsprechung

Schadensersatz und Unterlassungsansprüchen

Dem Verletzter des Urheberrechts drohen Unterlassung, Auskunft und Schadensersatzansprüche. Der Unterlassungsanspruch bedeutet, dass der Verletzter, derjenige also der das Bild heruntergeladen hat, sich verpflichten muss, das Bild nicht mehr zu nutzen. Er kann auch auf Auskunft in Anspruch genommen werden, damit der Urheber erfahren kann, wann, wo und zu welcher Zeit, wie lange das Bild genutzt worden ist. Zuletzt droht natürlich der Schadensersatzanspruch. Ein kleines Bild, das unscheinbar in die Seite eingebunden wird, kann sehr schnell bis zu 2.000,- € Schaden begründen. Hierbei sind Anwalts und Gerichtskosten nicht mitgerechnet.

 

Es kann daher nur dringend abgeraten werden, Bilder einfach zu „übernehmen“. In einem weiteren Beitrag werde ich Stellung dazu nehmen, wie die rechtliche Situation bei sogenannten Seiten ist, bei denen vermeintlich „kostenlose Bilder“ zur Verfügung gestellt werden.

 

Sollten Sie eine Abmahnung oder ein Aufforderungsschreiben mit Schadensersatz wegen vermeintlicher Verletzung eines Urheberrechts erhalten haben, so können Sie mich als Rechtsanwalt im Urheberrecht in Frankfurt am Main jederzeit telefonisch unter 069 59 77 80 28 erreichen oder per E-Mail an info@tklegal.de

 

Ich freue mich über Ihren Anruf oder Ihre Nachricht.  

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